Agility Training – Wie funktioniert Agility?

Was ist Agility?

Agility bedeutet übersetzt aus dem Englischen „Flinkheit“ oder „Gewandtheit“ und entstand ursprünglich 1977 in England. Als Pausenfüller während der Crufts Dog Show gedacht, kam Agility beim Publikum so gut an, dass von da an regelmäßig Sportveranstaltungen dieser Art stattfanden. 1980 kam Agility nach Deutschland und wurde 1988 als offizielle Hundesportart anerkannt. Agility wird von Mensch und Hund in partnerschaftlicher Teamarbeit durchgeführt. Der Hund durchläuft dabei einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcours in einer bestimmten Reihenfolge. Dies muss innerhalb einer vorgegeben Zeit geschehen. Der Hundeführer gibt dem Hund mit seiner Körpersprache und Hörzeichen zu verstehen, was er an welchem Hindernis zu tun hat. Er selbst darf weder den Hund, noch die Hindernisse berühren.

Der Parcours

Schaut man sich den Parcours an, so erinnert dieser stark an einen Springparcours aus dem Pferdesport. Die Hindernisse (meistens zwischen 12 und 20) sind nummeriert und müssen genau in dieser Reihenfolge absolviert werden. Der Hundehalter erfährt die Reihenfolge erst kurz vor dem Wettkampf. Das bedeutet, dass der Hund sich jedesmal neu auf einen Wettkampf einstellen muss und komplett auf die Körpersprache und Sichtzeichen seines Halters angewiesen ist. Fällt der Startschuss, muss das Team Mensch-Hund in einem Gelände von 20 x 40 Metern und einer Streckenlänge von 100 bis 200 Metern in einer bestimmten Zeit alle Hindernisse überwinden. Diese Zeitvorgabe kann je nach Klasse variieren. Die Klassen sind:

  • Agility-1 – Standardzeit: 1,8 m/sec
  • Agility-2 – Standardzeit: 2,75 m/sec
  • Agility-3 – Standardzeit: 3,5 m/sec

Braucht das Team länger, wird das mit einem Punkt pro überschrittener Sekunde bestraft. Die Maximalzeit in der der Parcours durchlaufen werden muss, beträgt normalerweise das Doppelte der Standardzeit, mindestens aber das 1,5-fache. Überschreitet man diese, so scheidet man aus dem Wettkampf aus.

Die Hindernisse

Die Hindernisse im Parcours sind sehr unterschiedlich. Unter anderem gibt es verschiedene Sprunghindernisse wie die Stangenhürde, die Bürste, die Mauer oder der Viadukt, der Reifen und der Weitsprung. Hier wird besonderer Wert auf einen sauberen Sprung gelegt. Keine Elemente dürfen, genau wie beim Pferdesport, herunter gerissen oder umgeworfen werden. Auch darf der Hund nicht unter den Hindernissen hindurch kriechen. Dann gibt es noch zwei Arten von Tunneln. Den flexiblen Plastiktunnel, den man geradeaus oder aber in verschiedene Winkeln legen kann und der von den Hunden durchquert werden muss. Der zweite Tunnel ist der Stofftunnel. Dieser hat zwar eine feste Öffnung, liegt aber bedingt durch den Stoff komplett flach auf dem Boden. Dies stellt für unerfahrene Hunde wohl die größte Hürde dar, macht aber super viel Spaß, nachdem der Hund weiß, dass ihm hier nichts passiert.

Neben diesen beiden Hindernisgruppen, gibt es noch die sogenannten Kontaktzonenhindernisse. Sie bestehen aus einer Schrägwand, dem Laufsteg und der Wippe. Diese Hindernisse sind nicht besonders schwer, erfordern aber Konzentration und eine gute Anweisung des Halters. Denn nachdem der Hund mit viel Geschwindigkeit z.B. die Sprunghindernisse gemeistert hat, muss er bei den Kontaktzonenhindernissen diese betreten. Diese Umstellung fällt oft schwer und muss gut geübt werden. Auch der Slalom darf natürlich nicht fehlen. Dieser besteht aus acht, zehn oder zwölf Stangen, die mindestens 100 cm hoch sind und in einem Abstand von 50 bis 65 cm aufgestellt werden. Beginnend von rechts muss der Hund fehlerfrei durch alle Stangen laufen, am besten natürlich in einem schnellen Tempo.

Gewonnen hat am Ende das Team, das innerhalb der Standardzeit die wenigsten Fehler gemacht hat. Das komplette Regelwerk findest Du beim VDH.

Welche Voraussetzungen muss mein Hund mitbringen?

Eigentlich gibt es keine Grundvoraussetzung. Das Alter, die Rasse oder die Größe des Hundes sind vollkommen egal, denn selbst für kleinere Rassen werden z.B. die Sprunghindernisse herab gesetzt. Auch wird je nach Reglement in 2 bis 4 Größenklassen gestartet, in die die Hunde nach ihrer Größe eingeteilt werden. Einzige wichtige Voraussetzung ist, dass der Gesundheitszustand sowohl beim Hund als auch beim Menschen in Ordnung ist. Natürlich ist eine entsprechende Grundgehorsamkeit wichtig und die Beziehung Mensch-Hund sollte stimmen. Alles andere kann in örtlichen Vereinen oder Hundeschulen antrainiert werden.

Welche Ausrüstung benötige ich?

Da Agility ohne Leine und Geschirr ausgeführt wird, benötigt man keine spezielle Ausrüstung. Möchte man allerdings alleine zuhause im Garten oder auf der nahegelegenen Wiese trainieren, so gibt es im Internet bereits günstige gebrauchte Geräte. Diese sind für den Anfang nicht schlecht. Besser ist es natürlich, sich einem Verein oder einer Hundeschule anzuschließen, die bereits über die Grundausstattung an Geräten verfügt. Außerdem bekommt man hier eine kompetente Anleitung, hilfreiche Tipps & Tricks und trifft Gleichgesinnte.

Wie fange ich am besten mit Agility an?

Der eigene Agility Parcours muss zu Beginn nicht perfekt ausgestattet sein. Es reichen gebrauchte Geräte. Einige Hindernisse wie z.B. die erste Hürde, kann man zuhause aus zwei Kartons und einem Besen selbst bauen. Das Wichtigste ist, die Geräte müssen spielend und mit viel Geduld dem Hund vermittelt werden. Der Hund sollte niemals Angst vor den Hindernissen oder der Aufgabe haben. Wichtig ist eine klare Stimme und deutliche Aussagen sowie dazu passende Körpersprache. Nach dem korrekten Absolvieren eines Hindernisses wird der Hund ausgiebig gelobt und Leckerlis motivieren dazu, dies in Zukunft genau so zu wiederholen. Bei jüngeren Hunden (unter 12 Monaten) wird bei Sprungübungen auf einen weichen Untergrund geachtet, um die Gelenke zu schonen. Zu guter Letzt, die Hindernisse kontinuierlich auswechseln, so dass sich der Hund nicht an die Reihenfolge gewöhnt. Im Wettkampf kennt er diese ja auch nicht. 😉

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