Zecken bei Hunden – Was hilft gegen den Zeckenbiss?

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Autor: Sandra Tilgner
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Aktuell ist wieder die Zeit des Jahres, in der Zecken am aktivsten sind und Hundebesitzer nach diesen gefährlichen kleinen Kreaturen Ausschau halten müssen. Zecken können ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko für Hunde darstellen, daher ist es wichtig zu wissen, wie man sie erkennt und welche Mittel zur Verfügung stehen, wenn der eigene Hund gebissen wird. In diesem Artikel erklären wir, was eine Zecke ist, welche Krankheiten Zecken bei Hunden übertragen können und welche Mittel es gegen einen Zeckenbiss gibt. Wir gehen auch darauf ein, wie du am besten verhinderst, dass dein Hund überhaupt von diesem Parasit gestochen wird.

Der Parasit und seine aktivste Zeit

Zecken gehören zu den Spinnentieren (kein Insekt, wie vielfach vermutet), das sich vom Blut seines Wirts ernährt. Hierbei benötigt die Zecke je nach Entwicklungsstadium und für die Vermehrung eine Blutmahlzeit. Zecken sind im Frühjahr und Herbst (also von etwa März bis November) am aktivsten. Sie können aber in manchen Gegenden das ganze Jahr über aktiv sein, da Zecken ab einer Temperatur von 8 Grad aktiv werden. Wir haben auch bei Zoe schon im milden Winter die ein oder andere Zecke gefunden. Wahrscheinlich werden diese eh schon nicht tot zu bekommenden kleinen Viecher immer robuster und überleben bald auch den Winter.

In Europa ist die am weitesten verbreitete Zeckenart der „gemeine Holzbock“. Er lebt in Bodennähe und benutzt Gräser oder hohes Gebüsch, um auf seinen Wirt zu gelangen. Viele denken, Zecken würden von Bäumen auf Menschen und Tiere herabfallen. Dies ist allerdings ein Irrglaube. Da Zecken sich warme und weiche Körperstellen suchen, kann es durchaus sein, dass sie mehrere Stunden auf ihrem Wirt herumkrabbeln. So gelangen sie beispielsweise in den Haaransatz oder hinter die Ohren. Vermutlich tragen diese Stellen zum Mythos bei, Zecken würden sich fallen lassen.

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Zeckenarten die in Deutschland leben

Folgende Zeckenarten sind am häufigsten in Deutschland zu finden und sind sowohl für Tier als auch Mensch gefährlich:

  • Gemeine Holzbock (ixodes ricinus)
  • Auwaldzecke (dermacentor reticulatus)
  • Braune Hundezecke (rhipicephalus sanguineus)
  • Hyalomma-Zecke

Der gemeine Holzbock ist bei den mittlerweile sieben heimischen Zeckenarten die am weitesten verbreitete Zeckenart. Er befällt Menschen und Tiere und ist an seinem roten Rücken zu erkennen. Viele Tierhalter haben schon einmal von der braunen Hundezecke gehört. Sie stammt ursprünglich aus Afrika und macht es sich mittlerweile in ganz Südeuropa bequem. Die braune Hundezecke erkennt man an ihrem braunen Rücken. Alle diese Zecken übertragen Krankheiten auf Mensch und Tier.

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Diese Krankheitserreger können Zecken bei Hunden übertragen

Zecken können eine Reihe schwerer Krankheiten übertragen für die es keine wirkliche Impfung gibt. Nachfolgend die wohl bekanntesten:

  • Babesiose
  • Borreliose
  • Anaplasmose
  • Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME)
  • Ehrlichiose

Babesiose

Babesiose galt bis vor einigen Jahren noch als Reisekrankheit und wurde von Hunden aus dem Mittelmeerraum eingeschleppt. Mittlerweile in ganz Deutschland verbreitet, so dass jährlich ca. 3.000 bis 4.000 Hunde erkranken, die nie Deutschland verlassen haben. Krankheitsverlauf: 10 bis 21 Tage nach dem Stich erleidet der Hund hohes Fieber und frisst nicht mehr. Anschließend kommt es zu Durchfall und Erbrechen gefolgt von Nierenversagen und Bewusstlosigkeit. Übertragen wird diese Krankheit durch die braune Hundezecke (rhipicephalus sanguineus) oder die Auwaldzecke (dermacentor reticulatus).

Borreliose

Borreliose (lyme-borreliose) wird durch unseren heimischen Gemeinen Holzbock übertragen. Da es sich um Darmbakterien handelt, kann es bis zu 24 Stunden dauern bis die Erreger auf den Hund übergehen. Kann Gelenkentzündungen verursachen, meist treten aber eher Fieber, Müdigkeit oder neurologische Ausfallerscheinungen auf.

Anaplasmose

Anaplasmose ist ebenfalls eine Krankheit, die durch den gemeinen Holzbock übertragen wird. Die Krankheit kann sich über Jahre erstrecken und wie bei allen anderen Krankheiten sind hohes Fieber und Gelenkentzündungen auch hier ein Anzeichen für eine Ansteckung. Das ist die akute Phase. Überlebt der Hund diese, kann in der nächsten Phase der Erreger noch Jahre im Körper des Hundes bleiben. Sobald das Immunsystem des Hundes geschwächt ist, bricht die Krankheit erneut aus und es kann zu schweren Blutungen kommen.

Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME)

Im Gegensatz zu Menschen erkranken Hunde an dieser Art eher selten, da hier mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen. Beispielsweise eine Schädigung des zentralen Nervensystems in Kombination mit einer Immunschwäche oder andere Infektionen. Übertragen wird die Frühsommer Meningoenzephalitis durch den Zeckenstich des Gemeinen Holzbocks (ixodes ricinus).

Ehrlichiose

Die Ehrlichiose ist eine im Mittelmeer sehr verbreitet Erkrankung und auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Meist kommt es ein bis zwei Wochen nach dem Stich zu Fieber, Atemnot, Appetitlosigkeit und später zur dauerhaften Blutarmut. Besonders betroffen scheinen Deutsche Schäferhunde zu sein.

Diese Krankheiten können bei Hunden eine Reihe von Symptomen hervorrufen, die von leicht bis lebensbedrohlich reichen. Deshalb ist es so wichtig, auf die Anzeichen und Symptome von durch Zecken übertragenen Krankheiten zu achten und deinen Hund nach jedem Spaziergang auf Zecken zu untersuchen.

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Zecke beim Hund entfernen – So geht’s

Wenn du eine Zecke beim Hund findest, sollte sie sehr schnell und vor allem gründlich entfernt werden. Zum entfernen der Zecke gibt es folgende Hilfsmittel:

  • Zeckenkarte
  • Zeckenhaken / Zeckenzange
  • Zeckenpinzette
  • Zeckenschlinge

Zeckenkarte und Zeckenhaken

Beide funktionieren nach dem gleichen Prinzip, und zwar wird die Zeckenkarte* / der Zeckenhaken* gerade unter den Blutsauger geschoben. Anschließend kann man die Zecke mit einem Mix aus Hebeln und Drehen entfernen. Bei dieser Methode ist es eher unwahrscheinlich, dass die Zecke zerquetscht wird. Da beide Hilfsmittel viel Platz benötigen, kann es an schwer erreichbaren Körperstellen schwierig werden.

Pro:

✔️ Die Zecke kann nicht zerquetscht werden

Contra:

❌ Benötigt viel Platz um die betroffene Stelle
❌ Eher ungeeignet bei kleinen Zecken

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Zeckenpinzette und Zeckenschlinge

Beide erfordern meist etwas Fingerspitzengefühl und einen Hund der still hält, da man hier richtig ansetzen muss, um die Zecke vollständig zu entfernen. Dafür ist die Anwendung bei schwer zugänglichen Körperstellen mit der Zeckenpinzette* und Zeckenschlinge* wesentlich einfacher als mit Karte oder Haken. Am besten entfernst du eine Zecke, indem du sie mit einer Pinzette/Schlinge so nah wie möglich an der Haut packst und dann gerade herausziehen.

Achtung: Bei dieser Anwendung eher ziehen und nicht drehen!

Pro:

✔️ Sehr gut geeignet für schwer zugängliche Körperstellen
✔️ Gut geeignet für kleine Zecken

Contra:

❌ Die Zecke kann zerquetscht werden
❌ Präzises Ansetzen erforderlich

Fazit zu den Hilfsmitteln

Es gibt nicht DAS am besten geeignete Hilfsmittel, um Zecken beim Hund zu entfernen. Hier kommt es neben den eigenen Vorlieben darauf an, wie groß oder klein die Zecke ist und an welcher Stelle sie sitzt. Auch darf der Hund nicht viel rum zappeln, während du z.B. gerade die Schlinge ansetzt. Viel wichtiger neben der richtigen Wahl des Hilfsmittels ist, dass die Zecke vollständig entfernt wird und je schneller desto besser.

Wir benutzen bei Zoe schon seit Jahren eine Zeckenschlinge. Ich mag die kleinen Biester nicht wirklich anfassen und mit der Zeckenschlinge haben wir die besten Erfahrungen gemacht. Damit ist für uns die Entfernung der Zecke am einfachsten. Ich persönlich kann viel sorgsamer mit der dünnen Schlinge nah an der Haut ansetzen, als es mit anderen Hilfsmitteln der Fall ist. Aus diesem Grund kann ich die Zeckenschlinge uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Nachdem die Zecke entfernt wurde, reinige die Stelle mit einer antiseptischen Lösung und beobachte deinen Hund in den nächsten Tagen auf Anzeichen von Krankheiten. Solltest du dir Sorgen über durch Zecken übertragene Krankheiten machen und Angst haben dein Hund könnte sich infiziert haben, wende dich bitte an deinen Tierarzt. Er kann deinen Hund auf Krankheiten testen und ihm gegebenenfalls Antibiotika verabreichen.

Des Weiteren solltest du deinen Hund natürlich noch auf weitere Zecken absuchen.

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Wenn der Kopf der Zecke steckenbleibt

Wenn der Kopf der Zecke in der Wunde verbleibt, kann er im schlimmsten Fall eine Infektion verursachen. Beobachte die Stelle, in der der Kopf steckt. Meist wird diese durch die Hautreaktion etwas dicker und es kann sich eine Beule bilden. Sollte diese Stelle aber für deinen Hund schmerzhaft sein oder nach 1 bis 2 Wochen immer nicht die gleiche Größe haben, kontaktiere bitte deinen Tierarzt. Ebenso wenn die Stelle sich rötet oder eitert. Das sind keine guten Anzeichen!

Generell kann eine Rücksprache mit dem Tierarzt immer sinnvoll sein.

Uns ist es auch schon passiert, dass ausgerechnet im Urlaub der Kopf einer Zecke stecken geblieben ist. Man muss dazu sagen, es war auch unsere erste Zecke und wir waren sowohl unerfahren und hatten auch keine Hilfsmittel zur Hand. Nach dem Besuch eines ortsansässigen Tierarztes gab es dann Entwarnung und wir bekamen eine Zeckenschlinge*,

die bei uns bis heute noch in Gebrauch ist.

Ich denke mir immer lieber einmal zu viel den Tierarzt angerufen, als dass ich mir Vorwürfe machen muss, wenn doch etwas Schlimmes passiert, und ich nichts unternommen habe, um Zoe zu helfen.

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Diese Zeckenmittel für Hunde gibt es

Es gibt eine Reihe von chemischen und natürlichen Anti Zeckenmitteln gegen einen Zeckenbiss. Diese handelsübliche Zeckenabwehrmittel kannst du bei deinem Tierarzt oder im Zoofachhandel kaufen. Diese Produkte enthalten in der Regel Chemikalien, die Zecken bei Kontakt abtöten. Außerdem gibt es im Internet zahlreich „Rezepte“, wie man ein Zeckenschutzmittel selbst herstellt.

Ob man darauf vertrauen sollte, muss jeder selbst entscheiden!

Natürlicher Zeckenschutz für deinen Hund

Es gibt eine Reihe von ätherischen Ölen, die einen Zeckenbefall vorbeugen können, darunter Lavendelöl, Eukalyptusöl, Citronellaöl, Zitronengrasöl und Pfefferminzöl. Du kannst einige Tropfen eines dieser Öle in das Shampoo deines Hundes geben oder in Wasser verdünnen und auf das Fell sprühen. Manche Menschen stellen auch ein Zeckenhalsband her, indem sie ein Tuch mit einem dieser Öle tränken und es dem Hund um den Hals binden.

Zu den beliebtesten natürlichen Zeckenschutzmitteln zählen:

  • Kokosöl
  • Schwarzkümmelöl
  • Bernsteinkette
  • Knoblauch
  • Ätherische Öle
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Kokosöl

Kokosöl wird aus der Kokosnuss gewonnen und ist ein Pflanzenfett. Es verfügt über einen hohen Anteil (60%) an Laurinsäure und wird von vielen als das beste natürliche Mittel gegen Zecken bewertet. Diese Laurinsäure hat – durch Labortests bestätigt – eine abschreckende Wirkung auf Zecken. Zecken, die auf die Haut eines mit Kokosöl* behandelten Hundes gesetzt wurden, ließen sich schnellstmöglich von Ihrem Wirt wieder fallen. Dabei hielt die Schutzwirkung ca. sechs Stunden an.

Um Zecken beim Hund abwehren zu können, sollte Kokosöl auf anfällige Stellen wie Waden oder Knöchel aufgetragen und eingerieben werden. Ich persönlich finde das allerdings, Zeckenschutz hin oder her, eine ziemliche Sauerei und wirklich nur für sehr lange Spaziergänge in Risikogebieten empfehlenswert. Wer möchte schon eine ölige Fellnase auf dem Sofa haben. 😉

Schwarzkümmelöl

Nicht nur zum Verzehr geeignet, soll Schwarzkümmelöl auch gegen Zecken helfen. Durch die enthaltenen ätherischen Öle, Vitamine und essenziellen Fettsäuren, fühlen sich die Zecken gestört und meiden den Hund. Anders als bei Kokosöl, gibt es hier allerdings keine Labortests, die diese Wirkung bestätigen. Lediglich ein paar Jugendliche bei dem Experiment „Jugend forscht“ 2014 kamen zu dem Ergebnis, dass Schwarzkümmelöl* Zecken abstößt. Seitdem gibt es immer wieder Pro und Contra Erfahrungsberichte.

Bernstein

Auch sehr beliebt bei Hundehaltern ist die Bernsteinkette. Der Bernstein ist ein gelber Schmuckstein, besteht aus einem fossilen Harz und wird bereits seit mehreren hundert Jahren in der Naturheilkunde verwendet. Dem Bernstein wird eine Heilwirkung bei diversen Krankheiten zugesprochen sowie eine „dämonenabwehrende“ Wirkung. Also ich finde Zecken sind ja schon kleine Dämonen. 😉

Entsprechend soll eine Kette mit Bernsteinen* ihre Heilkräfte auf den Hund übertragen. Zudem sollen der Geruch des Bernsteins und die elektrostatische Aufladung Zecken fernhalten. Trotz vieler Befürworter von Bernstein, wurde eindeutig in Studien bewiesen, dass Bernstein nicht den geringsten Effekt auf Zecken hat.

Knoblauch

Es wird vermutet, dass sich Zecken ihren Wirt auch anhand des Körpergeruchs (Schweiß, Blut) aussuchen und Knoblauch hat ja bekanntlich eine abschreckende Wirkung. Ins Futter gemischt soll der Hund anschließend so unattraktiv für Zecken riechen, dass diese ihn meiden. Auch hierzu gibt es meines Wissens nach keine Tests oder Studien, die beweisen, dass es wirkt. Außerdem ist dies nicht wirklich etwas für Geruchsempfindliche Menschen.

Ätherische Öle

Zu guter Letzt werden ebenfalls viele ätherische Öle zur Zeckenabwehr empfohlen. Dies ist ebenfalls auf den Geruchssinn der Spinnentiere zurückzuführen. Der hoch konzentrierte Duft soll die Zecken abschrecken, irritieren oder betäuben. Stellt sich nur die Frage, ob man selbst möchte, dass sein Hund wie eine Duftkerze riecht und das Fell voller Öl ist.

Empfohlen werden z.B.:

  • Anis
  • Grapefruit
  • Lavendel
  • Myrrhe
  • Nelken
  • Oregano
  • Patchouli
  • Rosmarin
  • Teebaumöl
  • Wacholder
  • Zitrone



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Du kannst auch selbst ein Zeckenschutzmittel herstellen, indem du einen Teil Zitronensaft mit drei Teilen Wasser mischst. Trage diese Mischung mit einem Schwamm oder einer Sprühflasche auf das Fell deines Hundes auf und achten Sie darauf, dass Sie Augen, Nase und Mund aussparen. Empfehlung aus dem Internet – Wirkungsweise von uns noch nicht getestet!

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Chemischer Schutz vor Zecken

Spot-on Präparate und Sprays gegen Zecken

Die wirksamsten chemischen Abwehrmittel gegen Zecken beim Hund sind solche, die Amitraz, Permethrin oder Pyrethroide enthalten. Diese Chemikalien sind in vielen handelsüblichen Zeckenabwehrmitteln und Spot-on Präparaten enthalten.

Amitraz ist ein Zeckengift, das in vielen Zeckenhalsbändern verwendet wird. Es lähmt die Zecke, so dass sie sich nicht in der Haut des Hundes festsetzen kann. Permethrin ist ein Breitspektrum-Insektizid, das sowohl gegen Zecken als auch gegen Flöhe wirksam ist. Es ist in vielen Spot-on Präparaten und Sprays enthalten. Pyrethroide sind synthetische Pestizide, die den natürlich vorkommenden Pyrethrinen ähnlich sind. Sie sind in vielen aerosierbaren Produkten wie Shampoos, Dips und Spot-ons enthalten.

Spot-on Präparate sind eine bequeme Möglichkeit, deinen Hund vor Zecken und Flöhen zu schützen. Viele Spot-ons enthalten sowohl ein Pestizid als auch einen Insektenwachstumsregulator (IGR). IGRs töten Eier und Larven ab und verhindern, dass die nächste Generation von Schädlingen schlüpft. Dabei werden Tropfen des Spot-ons auf Nacken und Schwanzansatz gegeben. Anschließend darf der Hund nicht ins Wasser und man sollte vorsichtig sein beim Spielen, bis das Mittel komplett eingezogen ist.

Diese Prozedur sollte alle 3 Monate wiederholt werden.

Es lässt sich natürlich darüber streiten, ob man lieber chemische oder natürliche Mittel der Zeckenabwehr beim Hund nutzt. Seit letztem Jahr benutzen wir die Produkte von Frontline* und haben damit eigentlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Zoe ist damit zwar nicht komplett Zeckenfrei (ich glaube das kann kein Zeckenmittel), aber im Verhältnis zu den Jahren davor, wo wir kein Mittel benutzt haben, sind es wesentlich weniger Zecken. Auch haben wir beim entfernen der Zecken festgestellt, dass diese anscheinend beim blutsaugen gestorben sind. Zumindest sahen sie sehr Tod aus.

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Tabletten gegen Zecken

Bei den Kautabletten gelangt der Wirkstoff durch den Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf und verteilt auf die gesamte Körperoberfläche. Dabei wirken sie recht schnell, meist innerhalb weniger Stunden und bieten einen recht langen Schutz. Sticht eine Zecke zu, nimmt die Zecke den für sie giftigen Wirkstoff auf und stirbt. Vorteil bei Tabletten ist der Schutz des gesamten Körpers des Hundes und man muss nicht darauf achten, ob der Hund z.B. ins Wasser geht (wie bei den Spot-on Präparaten).

Ob man jetzt ein Freund von Spot-ons oder Kautabletten ist, das bleibt jedem selbst überlassen. Bedenken sollte man hier aber, dass es sich bei allen Mitteln um die „chemische Keule“ handelt. Ist man sich nicht sicher, welches Mittel man verabreichen soll, ist ein Gespräch mit dem Tierarzt sinnvoll. Auch sollte man bei den Präparaten, die man selbst kauft, immer auf den Beipackzettel achten und die Mittel nach Anweisung verabreichen.

Bisher haben wir keine Kautabletten gegen Zecken gefunden, die auch wirklich geholfen haben. Zoe hatte genauso viele Zecken wie sonst auch!

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Fazit zum Zeckenschutz beim Hund

Wie du siehst, ist das Thema Zeckenabwehr beim Hund ein sehr großes und man bekommt als Hundehalter sehr viele Möglichkeiten geboten, seinen Hund zu schützen. Man muss sich nur entscheiden, ob man die etwas in der Handhabung aufwändigeren natürlichen Zeckenmittel nimmt oder ob man den chemischen leicht zu dosierenden Mitteln vertraut. Ein richtig oder falsch gibt es nicht und wir haben die Erfahrung gemacht, dass Mittel, die dem einen Hund helfen, bei dem anderen keine Wirkung zeigen.

Aber egal ob natürlich oder chemisch, nach jedem Spaziergang solltest du deinen Hund genau auf Zecken untersuchen. Denn wenn das angewendete Hilfsmittel keine Wirkung zeigt, saugen sich die Biester voll und fallen dann in der Wohnung ab. Dies ist uns bereits passiert! Eine braune Hundezecke (sie sah zumindest so aus) hat sich vollgesaugt und viel dann ab. Und ich kann dir sagen, dass ist kein schöner Gedanke das es sich eine Zecke irgendwo in einer Ecke gemütlich macht und dort ihren Nachwuchs bekommt! Zum Glück haben wir sie gefunden, bevor sie sich aus dem Staub gemacht hat.

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Author dieses Artikels:
Sandra Tilgner
Ich bin Hundefitnesstrainerin in Ausbildung und beschäftige mich seit dem dem Einzug meiner Mischlingshündin Zoe (2016) aus Bulgarien mit dem Thema Sport für und mit Hunden. Gerade in Zeiten von Corona ist mir die Beschäftigung und Auslastung von Mensch und Tier ein wichtiges Anliegen, da auch Zoe unter dem Lockdown und den Konsequenzen zu leiden hatte.
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Anke
Anke
30 Tage zuvor

Liebe Sandra, ich habe bei meinen Hunden (alles ausgesetzte Jagdhunde aus Frankreich) bisher ADVANTIX benutzt, das zwar nicht 100-prozentig wirkt, dafür aber ekelhaft stinkt und nun mal giftig ist.. für mich benutze ich Zitronengras- und Lavendelöl, das ich jetzt seit zwei Wochen auch bei meinem vierbeinigen Liebling anwende. Ich tupfe es z.B. auch auf sein Geschirr, und seitdem hatte er keine einzige Zecke mehr, obwohl er täglich kilometerweit über Wiesen und Felder rennt.
Ich finde es übrigens nicht so schlimm, wenn er ein bisschen ölig ist; auf der Couch liegt eine Decke, und alles riecht schön nach diesen Ölen…
Hier sind jetzt Auwaldzecken aufgetaucht, und ich werde jetzt auch noch Schwarzkümmel- und Knoblauchöl ausprobieren..

Viele Grüsse! Anke