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miDoggy Parade „Hund und Job – wie geht das?“

midoggy blogparade

Die miDoggy Parade geht in die April 2017 Runde. Sie ist eine Reihe von Blogparaden zu den verschiedensten Themen rund um den Hund. Jeden Monat ruft die miDoggy Community ein neues Thema aus, zu welchem dann fleißig in Tasten gehauen werden darf. Diesen Monat lautet das Thema: „Hund und Job – wie geht das?“

Hund und Job – Die Vorgeschichte

Bevor ich zur Beantwortung der Frage „Wie geht das?“ komme, erst einmal ein paar Informationen vorweg.
In meiner jetzigen Firma arbeite ich seit knapp drei Jahren. Bereits als ich dort anfing, gab es einen Bürohund. Da war bei mir noch lange nicht an einen eigenen Hund zu denken, hatte ich noch eine kleine süße Katze zuhause. Leider hat man von diesem Hund nicht viel gesehen, da sie schon etwas älter war und eigentlich den ganzen Tag bis auf die Mittagspause unter dem Tisch ihrer Besitzerin lag und schlief.

Als bei mir dann nach dem viel zu frühen Tod meiner Katze der Gedanke aufkam einen Hund zu adoptieren, habe ich natürlich sofort in meiner Firma sowohl Arbeitskollegen (die mittlerweile neu waren – auch die Kollegin mit Hund war nicht mehr da) als auch meinen Chef gefragt, ob es Ok wäre wenn ich täglich einen Hund mit zur Arbeit bringen würde. Alle waren begeistert und meinten sogar, dass es dem Arbeitsklima nur gut tun würde. Mein Chef gab auch sofort sein Einverständnis. Ich hatte nichts anderes erwartet! 😉 Hätte es damals negative Reaktionen gegeben, dann hätte ich auch wahrscheinlich keinen Hund adoptiert, da es für mich überhaupt nicht infrage kommt einen Hund 8-9 Stunden alleine zuhause zu lassen.

Im September letzten Jahres kam dann endlich Zoe aus Bulgarien zu mir und bereits nach zwei Tagen Eingewöhnung habe ich sie an einem Montag Morgen das erste Mal mit zur Arbeit genommen. Da war sie gerade mal vier Monate alt. Vielleicht ein wenig früh, aber zuhause lassen war keine Option, da sie vom ersten Tag an total an mir hing. Das schwerste am Anfang war nicht das neue Umfeld des Büros, sondern der Weg zur Arbeit. Wir müssen täglich mit dem Bus fahren und davor fürchtete Zoe sich am meisten. Noch heute hat sie ihre guten Tage und kein Problem in den Bus ein- und aus zusteigen, aber auch ihre schlechten Tage, wo sie schon weg rennen will wenn sie nur einen Bus sieht.

Hund und Job - Zoe 07

Den Stuhl festhalten – Ich könnte ja weg rollen xD

Hund und Job – Auf der Arbeit

Bereits bevor Zoe da war, habe ich auf Arbeit alles vorbereitet. Eine Woche vorher hatte ich schon ein Bettchen, Kuscheldecke, Wasser- und Futternapf sowie diverses Spielzeug im Büro stehen. Auch meinen Arbeitsplatz musste ich ein wenig umstellen, damit Zoes Bett neben mir und abseits vom Durchgang stehen konnte. Sie sollte ja schließlich auch ihre Ruhe haben können.

Der erste Tag und auch alle darauffolgenden liefen super! Alle haben sich über Zoe gefreut und mich auch tatkräftig unterstützt, wenn doch mal ein kleines Malheur passiert ist. Da sie noch so jung war, musste ich natürlich mindestens alle zwei Stunden raus. Damit ich meine Arbeitszeiten korrekt einhalten konnte, war ich zum Teil über eine Stunde früher auf Arbeit und auch wesentlich länger da als alle anderen. So konnte ich jederzeit, wenn ich es für richtig hielt, mit Zoe raus gehen. Das war für alle Ok.

Hund und Job - Zoe 02

Zoes Lieblings-Schlafposition

Hund und Job – Die Probleme

Das größte Problem bestand anfangs darin, dass Zoe nicht wirklich tief und fest schlafen konnte. Sobald ich aufstehen musste, sei es um zum Kopierer zu gehen oder mir einen Kaffee zu kochen, Zoe lief mir sofort hinterher. Ab und an passiert das noch heute, wobei sie mittlerweile gelernt hat, dass, egal wohin ich gehe, ich auch wieder zurück komme. Auch für mich war die Anfangszeit echt stressig, da ich mich auf die Arbeit konzentrieren musste und gleichzeitig auch auf sie. Das hatte zur Folge das wir beide nach der Arbeit teilweise schon total früh und ziemlich erschöpft zusammen auf der Couch eingeschlafen sind.

Schwierig waren zu Beginn auch ihre Gassirunden. Es gibt bei uns in der Nähe nicht wirklich viel Grünfläche und da war es für sie natürlich schwierig den geeigneten Platz zu finden. Auch hat das Ganze immer ziemlich lange gedauert und aus einer kleinen Pinkelrunde wurden schnell mal mehr als 10-15 Minuten. Das war eindeutig zu lang bei den vielen Runden die wir gehen mussten, daher habe ich im Internet nach einer Lösung gesucht. Dort hieß es, man könne seinen Hund aufs Wasserlassen konditionieren und von da an wurde Zoe immer ausgiebig gelobt mit den Worten: „Fein Pipi gemacht!“.

Heute brauche ich sie nur anschauen und sagen: „Zoe, Pipi machen“ und sie sucht sich sofort eine kleine Grasfläche um sich zu erleichtern. Das klappt echt super! Hätte ich nicht gedacht. 🙂

Hund und Job - Zoe 06

Total erschöpft nach der Arbeit

Hund und Job – Der heutige Stand

Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team geworden. Wir haben uns an das frühere Aufstehen gewöhnt (auch wenn Zoe sich gerade irgendwie zum Langschläfer entwickelt) und auch auf Arbeit läuft alles reibungslos. Wir müssen nicht mehr so oft raus gehen und sie schläft die meiste Zeit oder spielt mit ihren Sachen.

Probleme gibt es nur noch, wenn ich in einem Meeting sitze und sie nicht mit darf. Da wird dann auch schon mal laut gejault und an der Glastür gekratzt. Vielleicht wäre es etwas Anderes wenn sie mich nicht sehen könnte, aber da unser Besprechungsraum verglast ist, sieht sie mich und kann nicht zu mir. Da helfen dann auch die Ablenkungsversuche meiner Arbeitskolleginnen nicht wirklich weiter.

Wenn wir gemeinsam zu Mittag essen, bekommt Zoe auch ihr Essen und legt sich danach neben meinen Stuhl auf den Boden. Hätten wir sie nicht, würden wir wahrscheinlich häufig einfach vergessen zu Mittag zu essen oder sehr verspätet. Zoe sagt uns schon Bescheid wenn es 13.00 Uhr und Zeit zum essen ist. 😉

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Freizeitbeschäftigung

Hund und Job – Fazit

Es bereitet mir weiterhin jeden Tag Freude gemeinsam mit Zoe zur Arbeit zu fahren. Bei schönem Wetter laufen wir auch schon des öfteren die Strecke und in der Arbeit kann sie erst einmal ein langes Nickerchen machen. Die Stimmung in unserem Team ist super und jeder freut sich wenn Zoe da ist. Auch bin ich allen sehr dankbar für den offenen und herzlichen Empfang für sie. Ohne diesen Zuspruch und das Verständnis wäre Zoe heute nicht bei mir!

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Immer einen Platz an der Sonne – Egal ob ich im Weg liege 😉

 

Youtube Video zum Thema

37jährige Sportbegeisterte Wahl-Münchnerin (ehemals Ruhrpott). Vorlieben für Jogging, Crossfit, Wandern, Skaten, Trails fahren und Joggen. Am besten alles mit meiner Begleiterin Zoe, einer im Mai 2016 geborenen Mischlingshündin!
Summary
"Hund und Arbeit - wie geht das?" miDoggy Blogparade April 2017
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"Hund und Arbeit - wie geht das?" miDoggy Blogparade April 2017
Description
Kann man Hund und Arbeit kombinieren? Mit der richtigen Vorbereitung kein Problem. So wird auch dein Hund zum Bürohund. ✓ miDoggy Blogparade
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Runners-Dog
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5 Kommentare
  1. Sven
    Sven says:

    Sehr spannendes Thema und wirklich toll geschrieben. Ich finde es auch super, dass du die schwierigen Aspekte nicht ausblendest, sondern Lösungen für die Probleme präsentierst. Hier in Hamburg merke ich, dass immer mehr Arbeitgeber Bürohunde zulassen und bewusst fördern. Natürlich muss man aufpassen, dass nicht zu viele Hunde gleichzeitig im Büro sind. Dies kann dann eventuell schon dafür sorgen, dass die Aufmerksamkeit der Kollegen leidet und ggf. sogar den Hunden kein Gefallen getan wird.

    Ich würde deinen Artikel gerne auf unserer Fanpage teilen? Darf ich das?

    Viele Grüße
    Sven

    Antworten
    • Sandra
      Sandra says:

      Hallo Sven,

      ich fand das Thema auch total spannend und war schon vor Bekanntgabe des Titels der neuen miDoggy Blogparade am überlegen, darüber mal zu schreiben. Von daher hat das auch super viel Spaß gemacht. 🙂
      Wären noch andere Hunde mit uns im Büro, wäre es wahrscheinlich sehr viel stressiger. Zoe möchte immer sofort mit Hunden denen wir begegnen spielen. Das würde dann bei uns doch schon zu einem kleinen Chaos führen. Vielleicht würde es ihr aber auch gut tun, den ganzen Tag umgeben von einem Hund zu sein und sie dadurch auch mal ruhiger anderen gegenüber wird. Aber so ist es auch toll!

      Du darfst den Artikel natürlich gerne teilen! Kannst ja mal den Link posten, dann kann ich mir das anschauen. 🙂

      LG
      Sandra

      Antworten
  2. Loki der Labrador
    Loki der Labrador says:

    Hey Sandra,

    ich konnte mich mit deinem Beitrag sehr identifizieren, da es bei uns ähnlich war. Gerade das überallhin folgen wollen. Ein Bürohund ist auf jeden Fall eine Herausforderung aber es lohnt sich

    Viele Grüße
    Frauchen Katarina und Loki

    Antworten
    • Sandra
      Sandra says:

      Hallo Katarina,

      konntest Du Loki das überallhin folgen schon abgewöhnen? Wenn ja, hast Du Tipps für mich?
      Es gibt Tage an denen stört es mich gar nicht und andere, da würde ich gerne auch mal Zeit für mich haben wollen. 😉

      LG
      Sandra

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Der nächste Tipp bestand darin, fürs Training die Wohnung immer wieder für ein paar Minuten zu verlassen und wieder zu kommen ohne den Hund großartig zu beachten. Dabei soll die Dauer nicht stetig erweitert werden, sondern die Abwesenheitszeit variiert werden. Mal 5 Minuten, mal 3 Minuten, dann auch mal 6 Minuten und vielleicht wieder 2 Minuten damit der Hund lernen kann, dass man immer wieder zurück kommt. Klingt in der Theorie ganz gut. Aber mal ernsthaft, wer hat denn nachdem er um 6 Uhr aufgestanden ist, knapp 10 Stunden gearbeitet hat und auch noch in der Zeit auf den Hund geachtet hat, am Abend die Lust 5-10x für kurze Zeit die Wohnung zu verlassen fürs Training?! Ich bestimmt nicht! Zoe und ich sind dann meistens sofort total K.O. auf der Couch eingeschlafen (nachzulesen hier). […]

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